Ziel war es das OPTIMARE Sensorkonzept UAV-MEDUSA in ein MiniUAV umzusetzen. Das Projekt wurde in Zusammenarbeit mit dem Alfred-Wegener-Institut durchgeführt.
UAVs dieser Größe ermöglichen es, Aufgaben aus der Luft zu bewerkstelligen, die bisher nur durch den kostenintensiven Einsatz von Flugzeugen oder Hubschraubern einem limitierten Anwenderkreis vorbehalten war. Außerdem sind bemannte Flugzeugoperationen aufgrund von Verfügbarkeit der Flugzeuge durch die Belegung anderer Nutzer und zeitintensiver Wartungen auf wenige Wochen im Jahr für den Nutzer beschränkt. Der relativ geringe Systempreis ermöglicht es den Nutzern ein eigenes, auf ihre Wünsche spezialisiertes UAV, zu besitzen.
Er kann so selbst festlegen, wann und wie das System eingesetzt wird und ist nicht mehr abhängig von den Verfügbarkeiten eines Luftfahrzeuges. Zudem können aufgrund der relative geringen Kosten mehrere UAV Plattform bei den Kunden vorgehalten werden. Hierdurch stehen UAV nahezu unbegrenzt zur Verfügung.
Zunächst soll der Aufbau eines UAV zur Integration des MEDUSA Sensornetzwerk und eines einfachen Kamerasensors zur Überwachung erfolgen. Im zweiten Schritt soll durch einen einfachen Betrieb dieses UAV eine Demonstration erfolgen, das eine Dienstleistung für wissenschaftliche Anwendungen erbracht werden kann.
Weiterhin sollen UAV und SENSOR so aufeinander abgestimmt werden, dass zukünftige in ihrer Anwendung komplexere Sensorsysteme auf dieser Basis realisiert werden können.
Als Trägersystem dient ein ROTOR UAV der mit einem analogen Kamerasystem ausgestattet wurde. Dieses turbinengetriebene System hat eine maximale Operationszeit von ca. 1,5 Stunden. Ein Sensorpaket von etwa 4.5 kg konnte mit diesem System getragen und integriert werden. Das gesamte System sollte eine Masse von 25 kg nicht überschreiten. Das UAV wurde mit einem autonomen Controller ausgestattet, der den ferngesteuerten, pilotgestützten und autonomen Flug ermöglicht.
Verschiedene Datenverbindungen wie IRIDIUM-Satelliten, Funkstrecken mittels Kurzwellenmodem und standardisierte W-LAN Verbindungen wurden innerhalb dieses Projektes getestet.
Die Entwicklung wurde gemäß der Bewilligung 68037-Z der BIS Bremerhaven Gesellschaft für Investionsförderung mbH gefördert. Dieses Projekt wurde kofinanziert durch die EU.