Ziel dieses Vorhabens war die Entwicklung eines autonom operierenden integrierten Sensorsystems zur luftfahrzeuggestützten Meeres- und Küstenüberwachung. Das System soll unabhängig von der jeweils zugrunde liegenden Plattform betrachtet werden und auf dem Konzept eines modularen Sensorsystems für autonom fliegende Plattformen mit einer Nutzlast von bis zu 10 kg basieren.
Ein Hauptkriterium ist es, die Sensorik auf eine große Anzahl verschiedener ziviler Anwendungen übertragen zu können. In diesem Zusammenhang versprechen autonom fliegende Plattformen mit einer Nutzlast von 5 bis 10 kg eine maximale Verbreitung und einen hohen Marktanteil. Diese Prognose ist nicht zuletzt dadurch begründbar, dass diese kleinen Plattformen (MTOW < 25 kg) rechtlich noch zu der Gruppe der Modellflugzeuge gehören, die ohne hohen bürokratischen Aufwand (Zertifizierung) bereits in naher Zukunft für verschiedenste Anwendungen eingesetzt werden können.
Die Firma OPTIMARE hat ein integriertes Sensorsystems zur simultanen Erfassung geokoordinierter Multispektral- und Topographiedaten entwickelt.
Das Sensorsystem besteht aus bildgebenden Sensoren (Kameras):
- UV-Sensor (Empfindlich im ultravioletten Spektralbereich; 250 nm bis 450 nm)
- RGB-Sensor (Empfindlich im sichtbaren Spektralbereich; 400 nm bis 850 nm)
- NIR-Sensor (Empfindlich im nahinfraroten Spektralbereich; 800 nm bis 1100 nm)
- LTS (Laser-Topographie-Scanner; abtastendes Entfernungsmesssystem zur 3D-Erfassung der Topographie)
- Integrierte präzise Navigation mit Positionsgenauigkeiten von +-1 cm
In einem Standardaluminiumgehäuse des Demonstrators wurden folgende Komponenten installiert:
- 1 JAI- AD80CL Kamera (RGB, NIR mit CameraLink Interface)
- 1 JAI-TM1405GB Kamera (UV)
- 1 Laser Scanner (UAV-LIDAR)
- 4 GPS Antennenarray
- 1 Crossbow AHRS440
- 1 Zeitnetzwerk
- 1 Datenlink
- 4 Rechnersysteme zur Datenerfassung
Die Entwicklung wurde mit Mitteln des Landes Bremen gemäß der Bewilligung 68201-Z der BIS Bremerhaven Gesellschaft für Investionsförderung mbH gefördert. Das Projekt wurde in Zusammenarbeit mit der Hochschule Bremerhaven durchgeführt.